Umzugskosten in Nauen: woraus sich der Preis ergibt
Was ein Umzug kostet, hängt an vier Größen: am Volumen, an Etage und Aufzug, an der Länge der Tragestrecke und an den Zusatzleistungen wie Möbellift, Küchenmontage oder Entsorgung. Im Einsatzgebiet rechnen wir nach Wohnungsgröße zum Festpreis, für alles Unregelmäßige nach Stunden. Ein belastbarer Betrag entsteht erst nach dem Aufmaß, alles davor bleibt eine Schätzung.
- Festpreis nach Wohnungsgröße im Einsatzgebiet
- Stundensatz dort, wo sich der Aufwand nicht festlegen lässt
- Verbindlich wird der Preis mit dem schriftlichen Angebot
Festpreis oder Stundensatz: was wann günstiger ist
Ein Festpreis ist eine Wette auf einen bekannten Aufwand. Er lohnt sich, wenn vorher klar ist, was zu tragen ist, wie die Wege aussehen und wie lange das dauern wird. Genau dafür gibt es das Aufmaß: Danach steht ein Betrag im Angebot, und dieser Betrag gilt auch dann, wenn der Tag länger wird als gedacht. Das Risiko liegt bei uns, nicht bei Ihnen.
Der Stundensatz passt umgekehrt zu allem, was sich nicht vorher festnageln lässt: zwei Träger für einen Nachmittag, ein Möbelmonteur für den Schrankabbau, eine Wohnungsauflösung mit unbekanntem Inhalt, ein Zwischenstopp im Lager. Kleinste Buchung sind zwei Stunden, weil unter zwei Stunden weder An- noch Abfahrt sinnvoll aufgehen.
Faustregel aus der Praxis: Je genauer Sie den Umfang beschreiben können, desto eher ist der Festpreis der bessere Weg. Je unklarer die Lage, desto ehrlicher ist die Abrechnung nach Zeit, weil Sie dann nicht für einen Puffer bezahlen, den niemand braucht.
Das Volumen schätzen, bevor Sie Angebote vergleichen
Alles beginnt beim Volumen in Kubikmetern, denn daran hängen Fahrzeuggröße, Zahl der Träger und damit die Dauer. Eine Faustregel, die sich im Handwerk eingebürgert hat: Rechnen Sie grob mit einem halben Kubikmeter je Quadratmeter Wohnfläche und schlagen Sie Keller, Dachboden und Abstellkammer gesondert auf. Wer nur die Zimmer zählt und den Keller vergisst, schätzt regelmäßig zu klein, und ein zu klein geschätztes Volumen ist der häufigste Grund für eine zweite Fahrt.
- Kleiderschränke und Regale zählen, nicht nur die Zimmer
- Keller, Dachboden und Abstellkammer gesondert schätzen
- Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank einzeln notieren
- Sperrige Stücke wie Sofa, Klavier oder Aquarium ansagen
- Was entsorgt werden soll, getrennt aufschreiben
- Fahrräder, Gartengeräte und Winterreifen nicht vergessen
Festpreise nach Wohnungsgröße
Erreichbar Montag bis Freitag, 09:00 bis 18:00 Uhr. Verbindlich wird der Betrag mit dem Angebot nach dem kostenlosen Aufmaß.
| Größe der Wohnung | Wohnfläche | Ladung | Festpreis |
|---|---|---|---|
| Einzimmerwohnung | unter 35 m² | 15 m³ | ab 289 € |
| Zweizimmerwohnung | 35 m² bis 60 m² | 25 m³ | ab 389 € |
| Dreizimmerwohnung | 60 m² bis 85 m² | 40 m³ | ab 769 € |
| Vierzimmerwohnung | 85 m² bis 110 m² | 55 m³ | ab 799 € |
| Wohnung ab fünf Zimmern | über 110 m² | 70 m³ und mehr | ab 1.080 € |
| In jedem Betrag steckt die Mehrwertsteuer bereits. Fest wird der Preis erst mit dem schriftlichen Angebot, das nach dem kostenlosen Aufmaß kommt. | |||
Etage, Aufzug, Tragestrecke und Halteverbot
Der zweite Kostenblock ist der Weg zwischen Wohnungstür und Ladefläche. Vierter Stock ohne Aufzug bedeutet, dass jeder einzelne Karton vier Treppen hinunterwandert; bei hundert Kartons ist das ein eigener Arbeitstag. Ein Aufzug dreht das Verhältnis um, vorausgesetzt, er ist groß genug und darf belegt werden. Deshalb fragen wir immer nach Etage und Aufzug an beiden Anschriften, nicht nur an einer.
Ähnlich stark wirkt die Tragestrecke. Steht der Wagen direkt an der Tür, geht ein Umzug spürbar schneller, als wenn dreißig Meter Gehweg dazwischenliegen. Wo ein Standplatz nicht sicher frei bleibt, lohnt ein Halteverbot: Es kostet einen festen Betrag, spart aber oft mehr Arbeitszeit, als es kostet. Wie lange der Antrag vorher gestellt werden muss und was die zuständige Stelle dafür verlangt, unterscheidet sich örtlich; wir kümmern uns darum, sobald der Termin steht.
Bleibt der Möbellift. Er lohnt sich, wenn schwere oder sperrige Stücke aus einer oberen Etage sollen und das Treppenhaus eng ist. Gerechnet wird er meist für einen halben Tag samt Bedienung, und er spart in dieser Zeit oft zwei Träger ein. Ob er wirtschaftlich ist, entscheidet sich beim Aufmaß am Treppenhaus, nicht am Telefon.
Posten, die erst am Ende sichtbar werden
Am Umzugstag selbst kommen selten Überraschungen dazu, wenn das Aufmaß sauber war. Danach schon: Verpackungsmaterial, das gekauft statt gemietet wurde, Sperrgut, das doch nicht in den Keller passt, eine Wohnung, die noch besenrein zu übergeben ist. Entsorgung rechnen wir nach Kubikmetern ab, die Gebühr der Annahmestelle kommt unverändert dazu und wird nicht aufgeschlagen.
Der zweite Punkt ist das Material. Gemietete Kartons und Decken holen wir nach dem Umzug wieder ab, gekaufte bleiben bei Ihnen und müssen später selbst entsorgt werden. Wer nur einmal umzieht, fährt mit Miete fast immer günstiger; wer im selben Jahr ein zweites Mal umzieht oder dauerhaft Stauraum braucht, kauft besser.
Warum kein ehrlicher Preis am Telefon entsteht
Am Telefon lässt sich eine Größenordnung nennen, mehr nicht. Niemand sieht durch den Hörer, dass der Kleiderschrank nicht zerlegbar ist, dass die Treppe zwei enge Kehren hat oder dass vor dem Haus regelmäßig kein Platz frei ist. Wer trotzdem sofort einen festen Betrag nennt, kalkuliert entweder einen dicken Puffer ein oder liefert später eine Nachforderung. Beides zahlen Sie.
Das Aufmaß dauert selten länger als eine halbe Stunde, ist kostenlos und ersetzt das Raten. Liegt die Wohnung weit weg, geht es genauso gut per Video. Danach steht ein schriftliches Angebot, das als Festpreis gilt. Was Sie selbst übernehmen, senkt diesen Betrag unmittelbar, weil weniger Arbeitszeit anfällt.
- Selbst packen und Kartons vollständig verschließen
- Möbel vorher zerlegen und Schrauben beschriftet dazulegen
- Kartons in einem Raum nah an der Wohnungstür stapeln
- Aussortieren, bevor gepackt wird, statt danach
Preisfragen, die uns oft gestellt werden
Wovon hängen die Kosten eines Umzugs am stärksten ab?
Am stärksten wirken das Volumen und die Wege. Volumen entscheidet über Fahrzeuggröße und Zahl der Träger, Etage, Aufzug und Tragestrecke entscheiden darüber, wie lange jeder Gang dauert. Zusatzleistungen wie Möbellift, Küchenmontage oder Entsorgung kommen als eigene Posten dazu und stehen einzeln im Angebot.
Ist ein Festpreis immer günstiger als die Abrechnung nach Stunden?
Nein. Ein Festpreis lohnt sich, wenn der Aufwand vorher bekannt ist, denn dann trägt der Umzugsbetrieb das Risiko eines längeren Tages. Bei kleinen oder unklaren Aufträgen ist der Stundensatz meist billiger, weil kein Sicherheitspuffer mitbezahlt wird. Kleinste Buchung sind zwei Stunden.
Was lässt sich ohne großen Aufwand selbst sparen?
Selbst packen ist der größte Hebel, gefolgt vom Zerlegen der Möbel und vom konsequenten Aussortieren vor dem Packen. Wer die fertigen Kartons in einem Raum nahe der Wohnungstür stapelt, verkürzt jeden einzelnen Gang. Das senkt die Arbeitszeit und damit den Betrag unmittelbar.
Warum ist eine Preisauskunft ohne Besichtigung nie genau?
Weil sich weder Treppenhaus noch Zerlegbarkeit der Möbel noch die Standplatzlage aus der Ferne beurteilen lassen. Eine Auskunft ohne Aufmaß kann nur eine Größenordnung sein. Verbindlich wird der Betrag mit dem schriftlichen Angebot nach dem kostenlosen Aufmaß, das auch per Video möglich ist.
Kommen zur Entsorgung noch Gebühren dazu?
Die Entsorgung wird nach Kubikmetern berechnet. Die Gebühr der Annahmestelle wird unverändert weitergegeben und nicht mit einem Aufschlag versehen. Bei größeren Mengen lohnt es sich, vorher zu trennen, weil sortenreines Material an vielen Stellen günstiger angenommen wird.
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